Bis zum Burn-out
Das Ziel der beiden Trainingsformen ist dasselbe - bei der letzten
Wiederholung soll der Muskel "brennen". Das heißt: Zähne
zusammenbeißen und Gewicht hoch bis der Muskel schlapp macht. Beim
Training mit mehreren Sätzen reicht dafür die "summierte Ermüdung"
durch die vielen Wiederholungen. Der Einsatzfanatiker geht den
direkteren und schnelleren Weg und erschöpft den Muskel durch
deutlich mehr Gewicht - hier zählen die gestemmten Kilos.
Überraschende Studienergebnisse
Doch welche Methode bringt's wirklich? Diese Frage hat auch das
Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln
beschäftigt. In einer Studie untersuchten Sportwissenschaftler beide
Trainingsmethoden und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Sie
dürfen sich Ihr Lieblingstraining aussuchen!
Keine Frage der Sätze
Einen oder mehrere Sätze? Für Freizeitsportler völlig schnuppe! Egal
mit welcher Trainingsvariante Sie liebäugeln - Maximalkraft und
Kraftausdauer sind keine Frage der Sätze. Denn Ihr individuelles
Kraftmaximum als auch die Ermüdungsresistenz sowie das Wachstum
Ihrer Muskeln können Sie mit beiden Methoden effektiv verbessern.
Für Bodybuilder dürfte es allerdings interessant sein, dass durch
Einsatztraining die Muskeln doch noch ein kleines bisschen dicker
werden - in der Fachsprache Muskelhypertrophie genannt.
Der Turbo für Eilige
Hauptkriterium sind also persönliche Vorlieben. Möchten Sie Ihr
Training möglichst schnell "durchziehen"? Dann ist das
Einsatztraining die Methode Ihrer Wahl, denn weniger Sätze kosten
logischerweise auch weniger Zeit. Als Fitnessanfänger oder bei
Gelenkbeschwerden sollten Sie allerdings die Finger (bzw. Ihre
Muskeln und Gelenke) von der Turbovariante lassen. Denn die hohen
Gewichte und die langsame Bewegungsausführung können für Schmerzen
und Beschwerden sorgen.
Der Spaß für Genießer
Weniger masochistisch Veranlagte bleiben dann wohl doch lieber dem
guten alten Mehrsatztraining treu. Denn dabei ist weniger
Selbstkasteiung gefragt - das Workout fällt leichter und macht
einfach mehr Spaß! Und wer die Abwechslung liebt, kann immer noch
die fixe Variante mit dem einen Satz ausprobieren.
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